EN 17353 EN 343 EN 342 EN 14404 EN ISO 20471 298 Kleidungsstücke, die nach EN 17353 zertifiziert sind, sollen die Sichtbarkeit des Trägers / der Trägerin in Umgebungen mit mittlerem Risiko erhöhen, in denen keine Warnkleidung gemäß EN ISO 20471 erforderlich ist, aber dennoch eine erhöhte Sichtbarkeit wichtig ist, um Unfälle zu verhindern. Nach EN 17353 zertifizierte Kleidungsstücke sind nicht für den Einsatz auf Straßen oder in Umgebungen mit starkem Verkehr bestimmt, sondern für Umgebungen, in denen erhöhte Sichtbarkeit zur Sicherheit beiträgt – insbesondere im Morgengrauen, in der Dämmerung oder bei schlechten Lichtverhältnissen. Die Norm definiert Anforderungen an die Platzierung und Oberfläche der fluoreszierenden und/oder retroreflektierenden Materialien, je nach Verwendungszweck. Es wird zwischen drei Typen unterschieden: Typ A – Verbesserte Sichtbarkeit bei Tageslicht (fluoreszierende Materialien). Typ B1, B2 oder B3 – Verbesserte Sichtbarkeit bei Dunkelheit (retroreflektierende Materialien). Typ AB – Kombination von Sichtbarkeit bei Tageslicht und Dunkelheit. PSA-RICHTLINIE/EN-NORMEN INDEX NORMEN Persönliche Schutzausrüstung schützt die Träger:innen vor Gesundheits- und/oder Sicherheitsrisiken. Damit persönliche Schutzausrüstung in den EU- und EWR-Ländern auf den Markt gebracht werden darf, muss sie dem EU-Recht entsprechen: Verordnung (EU) 2016/425 über persönliche Schutzausrüstungen (PSA). In Großbritannien gilt die Verordnung (EU) 2016/425 in der Form, in der sie in britisches Recht umgesetzt wurde. Nach der Verordnung ist der Hersteller dafür verantwortlich, dass die auf den Markt gebrachten Produkte die erforderlichen gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Die Verordnung wird in Normen ausgelegt, in denen die konkreten Anforderungen festgelegt sind, die für die jeweilige Art von PSA gelten. Diese Anforderungen betreffen u. a. die Schutzfunktion, sichere Benutzung, Kennzeichnung und technische Dokumentation. Jede in der EU und im EWR auf den Markt gebrachte PSA muss die CE-Kennzeichnung tragen. In Großbritannien ist die UKCA-Kennzeichnung zu verwenden. Persönliche Schutzausrüstung wird entsprechend der Gesetzgebung in drei Kategorien unterteilt: Kategorie I – Einfache Schutzausrüstung, bei der die/der Benutzer:in selbst die Wirksamkeit gegenüber Gefahren beurteilen kann. Produkte von Blåkläder: Regenkleidung. Kategorie II – Schutzausrüstung, die weder einfach noch komplex ist und vor mittleren Gefahren schützt. Produkte von Blåkläder: Warnkleidung, Sicherheitsschuhe, Schutzhandschuhe, Knieschützer. Kategorie III – Komplexe persönliche Schutzausrüstung zum Schutz vor sehr ernsthaften Gefahren oder irreversiblen Gesundheitsschäden, deren sich die Nutzer:innen nicht rechtzeitig bewusst sein können. Produkte von Blåkläder: z. B. Kleidungsstücke zum Schutz vor thermischen Gefahren durch Lichtbogen. Schützt vor den Gefahren, die mit der Arbeit in kniender Haltung verbunden sind. Die Schutzausrüstung muss dazu beitragen, Verletzungen und Risiken, die unmittelbar oder langfristig auftreten können, zu verringern und zu vermeiden. Es gibt vier Knieschutztypen: 1. Knieschutz, der von der Kleidung unabhängig ist und am Bein befestigt wird. 2. Knieschutzpolster, die an den Hosenbeinen in Taschen befestigt werden. 3. Knieschutz, der nicht am Körper befestigt wird. 4. Knieschutz als Teil von Vorrichtungen mit zusätzlichen Funktionen. Knieschützer werden in Bezug auf den Widerstand gegen Durchstich in folgende Leistungsstufen unterteilt: Stufe 0: Bieten keinen Schutz gegen Durchstich und sollten daher hauptsächlich bei Arbeiten auf ebenen Flächen verwendet werden. Stufe 1: Bieten Schutz gegen Durchstich (100 N) z. B. durch kleine Steine und sind für ebene Flächen geeignet. Stufe 1U: (zusätzliche Leistungsstufe ab 2024): Bieten Schutz gegen Durchstich (100 N) z. B. durch kleine Steine und sind für unebene Flächen geeignet. Stufe 2: Bieten einen besseren Schutz gegen Durchstich (250 N) beim Knien auf sehr unebenen und scharfkantigen Flächen. Nach EN 342 zertifizierte Kleidung schützt vor kühlen Umgebungen. Wärmeisolation und Luftdurchlässigkeit werden als unentbehrliche Eigenschaften angesehen. Gilt nur in Kombination von Jacke und Hose. Nach EN 343 zertifizierte Schutzkleidung schützt vor Niederschlägen wie Regen oder Schnee, Nebel und Bodenfeuchtigkeit. Das Kleidungsstück und die Nähte werden auf Wasserdichtigkeit sowie auf Atmungsaktivität geprüft und in vier Schutzklassen unterteilt. Nach der EEN ISO 20471 zertifizierte Warnschutzkleidung soll die bestmögliche Sichtbarkeit des Trägers/der Trägerin in Gefahrenbereichen sicherstellen. Die Sichtbarkeit muss bei den verschiedensten Lichtverhältnissen gewährleistet sein, sowohl bei Tag als auch im Scheinwerferlicht bei Nacht. Hohe Anforderungen werden an die Fluoreszenz und die Retroreflexion des Stoffes gestellt. Die Schutzklasse richtet sich nach der Größe der sichtbaren Fläche in Verbindung mit der Fläche an Reflexmaterial und den designspezifischen Anforderungen des Kleidungsstückes. Hintergrundmaterial (m²) Reflexmaterial (m²) Klasse 1 0,14 0,10 Klasse 2 0,50 0,13 Klasse 3 0,80 0,20
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