Katalog 2026

172 Wir haben die Wasserbeständigkeit und die Atmungsaktivität unseres Materials 1977 und 1987 mit verschiedenen Methoden getestet. Wie du in dieser Tabelle sehen kannst, erhalten wir je nach gewählter Methode unterschiedliche Ergebnisse. * Druckanstiegsrate 10 cm/min. Der Test wird normalerweise bei 20.000 Pa, was die Höchstgrenze für EN343 Klasse 4 ist, beendet. Die Werte beziehen sich nur auf beschichtete Textilien. Wir alle wünschen uns Kleidung, die uns vor Regen und schlechtem Wetter schützt und in der wir uns zugleich bewegen können, ohne von innen vom Schweiß feucht zu werden. Überall – angefangen bei sehr dünnen, stretchigen Materialien bis hin zu robusteren, klassischen Stoffen für Regenbekleidung – steht, dass sie wasserdicht und zugleich atmungsaktiv sind. Wie geht das? Fangen wir bei der Wasserdichtigkeit an. Damit ist normalerweise ein Gewebe gemeint, das im Test einer Wassersäule von mindestens 3000 mm (3 m Tiefe) widersteht. Klingt einfach, oder? Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Es gibt viele verschiedene Testmethoden und bei jeder Methode gibt es unterschiedliche Einstellungen. Deshalb lassen sich die Zahlen von verschiedenen Seiten nicht einfach vergleichen, solange man nicht sicher weiß, ob auf dieselbe Art getestet wurde. Der gängigste Test zur Überprüfung der Wasserdichtigkeit ist die Messung der Wassersäule. Ursprünglich füllte man dafür Wasser in ein Rohr und maß, bis zu welchem Wasserdruck das Gewebe von oben dicht blieb. Das Prinzip ist noch immer dasselbe, doch heute werden die Tests maschinell durchgeführt. Beispiele für Testmethoden findet man in EN ISO 811 und JIS L 1092. Bei jedem Test kann man mit verschiedenen Druckerhöhungen arbeiten, was zu sehr unterschiedlichen Zahlenergebnissen führt. Dasselbe gilt für die Belüftung. Auch sie lässt sich auf viele verschiedene Arten testen. Meistens wird getestet, wie viel Dampf das Gewebe durchlässt. Beispiele für solche Tests sind JIS L 1099 und ASTM E96/E96M, bei denen es darum geht, hohe Werte zu erreichen. Oder man testet, wie groß der Widerstand des Gewebes ist, Dampf durchzulassen. Beispiele für den Test enthält die EN ISO 11092, und hier geht es im Gegensatz darum, niedrige Werte zu erreichen. Dasselbe Gewebe kann, je nach Testmethode, völlig unterschiedliche Zahlenwerte ergeben. Um das Gewebe wasserdicht und atmungsaktiv zu machen, wird es mit einer Membran laminiert. Einfach gesagt heißt das, dass man eine dünne Kunststofffolie auf den Stoff klebt. Hier gibt es zwei Hauptarten. Die eine hat mikroskopisch kleine Löcher, durch die der Dampf passieren kann, während zugleich die Wassertropfen, die größer sind als Dampftropfen, nicht eindringen können. Die andere enthält in der Laminierungsfolie ein Material, das Feuchtigkeit von der Innenseite der Textilie anzieht und an die Außenseite ableitet. Diese Art eignet sich am besten für Kleidung in kalten Umgebungen, da der Feuchtigkeitstransport voraussetzt, dass die Außenseite des Gewebes kühler ist. Bei beiden Arten wird das Gewebe durch die Laminierungsfolie wasserdicht. Es ist zudem möglich, ein Gewebe anhand einer Beschichtung wasserdicht zu machen. Hier legt man eine kunststoffbasierte Masse auf die Vorder- oder Rückseite des Stoffs. Um eine möglichst hohe Wasserdichte zu erreichen, wird die Wirkung üblicherweise mit einer wasserabweisenden Behandlung auf der Oberfläche des Stoffs verstärkt. Dadurch perlen die Regentropfen ab und werden von der Außenseite des Stoffs nicht aufgenommen, diese fühlt sich dann kalt und schwer an. Die Behandlung trägt zudem dazu bei, Schmutz abzuhalten, der es dem Wasser sonst ermöglichen würde, die Membran zu durchdringen. DAS KLEIDUNGSSTÜCK IST WASSERDICHT UND ATMUNGSAKTIV. WAS HEISST DAS EIGENTLICH? WASSERBESTÄNDIGKEIT EN ISO 811 EN ISO 811 JIS L 1092 B Material Wassersäulen gemäß den Anforderungen der EN343 geprüft. Druckanstiegsrate 10 cm/min.* Wassersäule. Druckanstiegsrate 60 cm/min. Wassersäule. Druckanstiegsrate 100 cm/min. 1916 ≥20000 Pa/ ca 2000 mm (kl 4) 15 000 mm 15 000 mm 1917 ≥20000 Pa/ ca 2000 mm (kl 4) 15 000 mm 15 000 mm 1918 ≥20000 Pa/ ca 2000 mm (kl 4) 15 000 mm 16 000 mm 1977 ≥20000 Pa/ ca 2000 mm (kl 4) 15 000 mm 17 000 mm 1987 ≥20000 Pa/ ca 2000 mm (kl 4) 11 000 mm 22 000 mm 1532 ≥20000 Pa/ ca 2000 mm (kl 4) 16 000 mm 22 000 mm 1534 ≥20000 Pa/ ca 2000 mm (kl 4) 13 000 mm 21 000 mm ATMUNGSAKTIVITÄT EN ISO 11092 JIS L 1099 B1 ASTM E96/ E96M Material Dampfbeständigkeit gemäß den Anforderungen der EN 343 geprüft. (kl 4 = ≤15). Ret Dampfdurchgang Dampfdurchgang 1916 12,4 m2 * Pa (kl 4) W 25 000 g/m2/24H 4 500 g/m2/24H 1917 11,3 m2 * Pa (kl 4) W 25 000 g/m2/24H 4 500 g/m2/24H 1918 11,9 m2 * Pa (kl 4) W 27 000 g/m2/24H 6 000 g/m2/24H 1977 8,5 m2 * Pa (kl 4) W 20 000 g/m2/24H 4 000 g/m2/24H 1987 6,3 m2 * Pa (kl 4) W 31 000 g/m2/24H 4 000 g/m2/24H 1532 12,6 m2 * Pa (kl 4) W 16 000 g/m2/24H 4 000 g/m2/24H 1534 8,15 m2 * Pa (kl 4) W 17 000 g/m2/24H 4 000 g/m2/24H

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