28 FLAME RETARDANT STANDARDS & SYMBOLE EN 1149-5 Schutzkleidung mit elektrostatischen Eigenschaften Diese Norm definiert die Anforderungen an Schutzkleidung in einer explosionsgefährdeten Umgebung (ATEX-Umgebung), in der die Gefahr besteht, dass die Kleidungsstücke eine Funkenbildung verursachen, was zu einer Entzündung explosiver Stoffe führen kann. Für eine CE-Kennzeichnung von Kleidungsstücken mit diesem Symbol wird die antistatische Funktion des Stoffs gemäß EN 1149-1 (Oberflächenwiderstand) oder EN 1149-3 (Ladungsabbau) getestet. Das Design ist ebenfalls ein Parameter für die CE-Kennzeichnung von antistatischen Kleidungsstücken bzw. ATEX-Kleidungsstücken. Durch antistatische Eigenschaften und dem richtigen Design der Kleidung wird das Entstehen eines Zündfunkens vermieden und so das Risiko einer Explosion minimiert. ATEX-Umgebungen werden in verschiedene Zonen mit unterschiedlichem Risiko eingeteilt. Antistatische Kleidung, die mit EN 1149-5 gekennzeichnet ist, ist für das Tragen in den Atex-Zonen 1, 2, 20, 21 und 22 vorgesehen. In sauerstoffangereicherten Atmosphären oder in der Zone 0 sollten die antistatischen Kleidungsstücke nicht ohne vorherige Genehmigung durch den zuständigen Sicherheitsbeauftragten verwendet werden, da Verschleiß den Schutz der Kleidungsstücke beeinträchtigen kann und es entscheidend ist, dass in dieser Umgebung richtige und unbeschädigte Kleidung getragen wird. Atex-Zonenklassifizierungen für Gase, Nebel und Dämpfe Zone 0 Umgebung, in der ein Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Nebeln oder Dämpfen häufig auftritt und über einen längeren Zeitraum anhält. Zone 1 Umgebung, in der ein Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Nebeln oder Dämpfen häufig auftritt und über einen längeren Zeitraum anhält. Zone 2 Umgebung, in der unter normalen Bedingungen ein Gemisch aus Luft und brennbarem Gas, Nebel oder Dampf auftreten kann, sich aber schnell verflüchtigt. Atex-Zonenklassifizierungen für Staub Zone 20 Umgebung, in der häufig und über einen längeren Zeitraum explosive Staubwolken auftreten. Zone 21 Umgebung, in der unter normalen Bedingungen explosive Staubwolken auftreten können. Zone 22 Umgebung, in der explosive Staubwolken nicht auftreten können, und wenn doch, verflüchtigen sie sich schnell. Konformitätsbescheinigung - NFPA 70E / EN 61482-2 Tranemo verfügt über ein Konformitätszertifikat, das belegt, dass unsere nach EN 61482-2 zertifizierte PSA die Anforderungen der NFPA 70E auf dem amerikanischen Markt erfüllen. Das Konformitätsschreiben bestätigt, dass unsere CE-gekennzeichnete Lichtbogenschutzkleidung für den Einsatz in den USA geeignet ist. Deutsche Norm zur Risikobewertung nach DGUV-I 203-077 und Risikoberechnungen nach BGI/GUV-I 5188Die deutsche Norm basiert auf der Risikobewertung nach DGUV-I 203-077 und den Risikoberechnungen nach BGI/GUV-I 5188. Nach der Norm wird die Schutzkleidung nach EN 61482-1-2 im Boxentest mit einem begrenzten und gerichteten Lichtbogen, der durch einen Kurzschluss in einem offenen Schrank erzeugt wird, geprüft. Der Test wird in einem Niederspannungsbereich (400V) durchgeführt. Tranemo Skinsafe™ Das Tragen mehrerer Lagen von Lichtbogenschutzkleidung erhöht den Schutz aufgrund der Bildung von Luftspalten zwischen den Schichten erheblich, da die Luft eine geringe elektrische Leitfähigkeit hat. Es ist wichtig zu verstehen, dass der Gesamtschutzwert eines Mehrschichtsystems nicht durch Addition der Energiewerte der einzelnen Schutzkleidung berechnet werden kann. Um den Energiewert eines Mehrschichtsystems zu bestimmen, ist ein Lichtbogentest erforderlich, der der Art und Weise entspricht, wie die Kleidungsstücke in der Realität mit mehreren Kleidungsschichten auf einer Testpuppe getragen würden. Wir nennen unsere getesteten Mehrschichtsysteme Tranemo Skinsafe™. Diese bieten eine größere Möglichkeit, die richtige Schutzkleidung auf der Grundlage der Risikobewertung auszuwählen. Wie in der NFPA 70E und aus den Erfahrungen mit den Tests von Tranemo Skinsafe™ hervorgeht, ist mehrlagige LichtbogenSchutzkleidung eine effektive Möglichkeit, den erforderlichen Schutz bei geringstem Systemgewicht zu erreichen. Der Einsatz eines Systems bietet daher einen höheren Benutzerkomfort und eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass die Schutzkleidung immer verwendet wird. ASTM F1959 Die amerikanische Leistungsnorm für Gewebe mit Schutzeigenschaften gegen elektrische Lichtbögen heißt ASTM F1506, wobei die Gewebespezifikationen auch den Open Arc Test ASTM F1959 beinhalten. Diese Norm ähnelt der europäischen Prüfmethode IEC 61482-1-1 für Gewebe und Bekleidung. Der größte Unterschied zwischen der amerikanischen Leistungsanforderung und der europäischen Anforderung ist der Char-Length-Test - bei dem eine maximale Länge exponierten Gewebes bestimmt wird. Der Test wird nach 25 Wäschen durchgeführt, und um ihn zu bestehen, darf die maximale Länge schadhaften Gewebes nach 12 s Exposition maximal 152 mm betragen. Tranemo hat die für Elektriker entwickelten Gewebe getestet: Tera TX und Aramid 6.4FC. Der Test liefert einen nützlichen Hinweis auf die flammhemmenden Eigenschaften der Gewebe bei einem Lichtbogenunfall. Elektrisch isolierende Schutzkleidung gegen Stromschläge oder Kleidung für Arbeiten, bei denen absichtlich ein Lichtbogen erzeugt wird (wie z.B. Lichtbogenschweißen und Plasmabrennschneiden) IST NICHT durch die europäische Norm EN 61482-2 abgedeckt. wachterworkwear.ch
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