BP Katalog2025

239 238 wachterworkwear.ch B I ERBAUM- PROENEN. SE I T 1788. EN 17353 EN ISO 20471 EN 343 ISO 15797 EN 61482 –2 y y R x Schutzkleidung – Ausstattung zur erhöhten Sichtbarkeit für mittlere Risikosituationen Die Schutzkleidung dient zur visuellen Signalisierung der Träger*innen in Situationen mit mittlerem Risiko. Die Kleidung soll bei allen Tageslichtverhältnissen (Tagsichtbarkeit durch fluoreszierendes Hintergrundmaterial) und/oder bei Anstrahlen mit Fahrzeugscheinwerfern oder Suchscheinwerfern in der Dunkelheit (Nachtsichtbarkeit durch Reflexmaterial) schützen. Die Kleidung wird in verschiedenen Typen unterschieden. Typ A = 0,24 m2 HM Typ AB = 0,24 m2 HM + 0,08 m2 RM Typ B2/B3 = 0,018 m2 / 0,08 m2 RM HM = Hintergrundmaterial RM = Reflexmaterial Typ A für Tageslicht Typ B1, B2 oder B3 für Dunkelheit Typ AB2 oder AB3 für Tageslicht oder Dunkelheit Hochsichtbare Warnkleidung Schutzkleidung zur visuellen Signalisierung der Träger*innen bei allen möglichen Lichtverhältnissen am Tag (Tagsichtbarkeit durch fluoreszierendes Hintergrundmaterial) sowie für Hochrisikobereiche bei Anstrahlen mit Scheinwerfern in der Dunkelheit (Nachtsichtbarkeit durch Reflexmaterial). Die Zahl neben dem Piktogramm (hier x) gibt die Warnschutzklasse entsprechend der nachfolgenden Übersicht an: Klasse 1 = 0,14 m2 HM + 0,10 m2 RM (z. B. Weste) Klasse 2 = 0,50 m2 HM + 0,13 m2 RM (z. B. Jacke) Klasse 3 = 0,80 m2 HM + 0,20 m2 RM (z. B. Wetterschutzjacke) HM = Hintergrundmaterial RM = Reflexmaterial Ausführliche Informationen zum PRO-Label findest du auf Seite 228. Schutzkleidung – Schutz gegen Regen Kleidung zum Schutz vor Wetterlagen wie Niederschläge, Regen, Schnee, Nebel, Feuchtigkeit oder Wind. Die obere Zahl (hier y) gibt den Wasser- durchgangswiderstand (gegen Wasserdurchtritt von außen) an: 4 = hoher Schutz, 1 = geringer Schutz. Die untere Zahl (hier y) gibt den Wasserdampfdurchgangswiderstand an und damit, wie gut entstehender Wasserdampf durch das Obermaterial nach außen abgeleitet wird: 4 = sehr gute Ableitung, 1 = geringe Ableitung. Wasserdurchgangswiderstand (Wasserdichtigkeit): Klasse 1 und 2: >– 8.000 Pa Klasse 3: >– 13.000 Pa (>– 1,3 m Wassersäule) Klasse 4: >– 20.000 Pa Wasserdampfdurchgangswiderstand (Atmungsaktivität/Ret-Wert): Klasse 1: Ret > 40 Klasse 2: 25 < Ret <– 40 Klasse 3: 15 < Ret <– 25 Klasse 4: Ret <– 15 R: Der Buchstabe R bedeutet, dass das fertige Kleidungsstück (optional) im Regenturm geprüft wurde. Wenn das Kleidungsstück nicht geprüft wurde, wird R durch X ersetzt. Arbeiten unter Spannung – Schutzkleidung gegen die thermischen Gefahren eines Lichtbogens Diese Schutzkleidung schützt die Träger*innen gegen die thermische Auswirkung eines definierten elektrischen Störlichtbogens und verhindert das Weiterbrennen. Der aus dem Störlichtbogen resultierende Feuerball (Flammen, Hitzestrahlung und heiße, teilweise glühende Metallspritzer) wirkt zwar explosionsartig nur kurz (0,5 s), kann aber sehr energiereich sein. Die Flammentemperatur kann dabei bis zu 9000 °C erreichen. EN 61482-2 in Verbindung mit EN 61482-1-2 EN 61482-1-2 beschreibt ein genormtes Prüfverfahren (Box-Test), EN 61482-2 beschreibt die Anforderungen an die Bekleidung. Prüfung der Störlichtbogenfestigkeit von Material und Schutzkleidung mit dem Box-Test-Verfahren und zusätzlicher kalorimetrischer Wärmeflussmessung zur Beurteilung der Schutzwirkung gegen Verbrennungen 2. Grades. Die Lichtbogenschutzklassen 1 und 2 stellen Sicherheitsanforderungen dar, die tatsächliche Risiken durch Störlichtbogen abdecken. Lichtbogenschutzklasse oder Arc Protection Class 1 (APC) – 4 kA/0,5 s Lichtbogenschutzklasse oder Arc Protection Class 2 (APC) – 7 kA/0,5 s Die geprüfte Schutzkleidung ist nicht elektrisch isolierend, beispielsweise gemäß EN 50286 :1999 „Elektrisch isolierende Schutzkleidung für Niederspannungsarbeiten“. Wichtige Prüfparameter beim Box-Test: kA = Kiloampere kJ = elektrische Lichtbogenenergie kJ/m² = Einwirkenergie Schutzklasse 2: • 0,5 Sekunden • Kurzschlussstrom 7 kA • 318 kJ • 423 kJ/m² Schutzklasse 1: • 0,5 Sekunden • Kurzschlussstrom 4 kA • 158 kJ • 135 kJ/m² Textilien – Industrielle Wasch- und Finishverfahren zur Prüfung von Arbeitskleidung Berufsbekleidung, die die Norm ISO 15797 erfüllt, ist für die industrielle Wäsche geeignet. Die Norm legt Methoden fest, mit denen die Beständigkeit von Berufsbekleidung gegenüber industriellen Wasch- und Finishingverfahren bewertet wird. Sie dient als Grundlage für die Entwicklung und Auswahl von Textilien, die regelmäßig hohen mechanischen und thermischen Belastungen standhalten müssen. Das Resultat der Belastungsprüfungen ist am PRO-Label abzulesen, welches die Norm EN ISO 30023 zusammenfasst. Diese dient der einheitlichen Kennzeichnung von Schutzkleidung im Hinblick auf ihre Eignung für die professionelle Industriewäsche mit den Waschverfahren, die in ISO 15797 definiert sind.

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